Das Leben und Tot dann doch sehr nah beieinander liegen hab ich erst kürzlich wieder mitgekriegt. Da betreue ich grad einen Säugling für eine Mutter und auf der anderen Seite steht dann ein älterer Herr gegenüber der uns etwas fragen möchte, oder eben grad unsere Hilfe braucht. Wir wissen es und er weiß es auch, er wird nicht mehr lange Leben, weil er von Krebs zerfressen ist.
Wir kamen im Laufe des Tages noch zu einer Diskussion über den Umgang mit Menschen die nur noch sehr kurze Zeit zu leben haben. Wie sagt man es ihnen und was sagt man, was behält man für sich?!
Hätte meine Oma damals noch länger gelebt hätte man ihr nicht in aller Härte offengelegt wie es um sie steht? Inwieweit hat die Psyche da was zu sagen? Wenn man sich selbst aufgegeben hat, hat man dann überhaupt noch die Chance zu (über-)leben?
Die einen sind zu jung zum sterben, die andern 'alt genug', aber irgendwie bekommen die meisten dann doch mit steigendem Alter immer mehr Angst vor dem Sterben. Die einen wollen am liebsten tot sein, werden aber oft mit aller Macht zurückgehalten und wieder andere wollen gar nicht, haben aber keine andere Wahl. Wie der ältere Herr der noch ein paar schöne Jahre mit seiner Frau verbringen wollte, aber nur noch wenige Wochen zu leben hat.
Fragen über Fragen. Während die Seele aus dem Körper des Sterbenden entweicht, fängt direkt daneben ein neues Leben an sich brüllend in die Welt zu schreien.
Irgendwie schon gestört. Wie als ob wir Teil einer überdimensionialen Maschine wären und die aufgeschmissen wäre ohne die tretende Kraft der Menschen...
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