Vergangene Woche ging es in den Medien irgendwann mal darum, dass Schwerverbrecher frei gelassen werden sollen, oder in Fußfesselfreiheit zumindest. MAnche von denen haben irgendwie zu lange gesessen, andere sollen aus anderen Gründen raus. Vermutlich aus Geldgründen und Platzmangel und zu wenig Steuereinnahmen... vielleicht. Ich weiß es nich wirklich genau.
In der örtlichen Zeitung lass ich dann Ausschnitte eines Interviews mit einem Herren der offensichtlich etwas dazu zu sagen hatte. Nämlich, dass er gerne wissen wolle wenn so jemand in seiner Nachbarschaft wohnen würde und dass sicherlich alle anderen Bewohner des deutschen Staates genauso denken würden.
Naja, seine Meinung, ärgerlich immer nur, dass die Leute ihre Meinung gerne verallgemeinern. Ich persönlich möchte nicht wissen, wenn ein Mörder, Pädophiler oder krankhafter Dieb in meiner Nachbarschaft wohnt. Dann fängt das Problem mit der Angst doch erst an, ich könnte meine Kinder (irgendwann wenn sei dann da sind) nicht mehr ruhigen Gewissens/Nichtwissens allein auf den Spielplatz lassen. Hätte abends Angst nach Hause zu kommen. Noe, Angst ist viel zu anstrengend für den Tag.
Abgesehen davon, haben sogar Schwerverbrecher auch noch Rechte und Pflichten. Pflichten ihren Bewährungshelfer zu besuchen, wenns nach mir ginge auch die Pflicht zum Psychologen zu gehen, egal was sie gemacht haben. Die Pflicht sich ne Arbeit zu suchen. Sie haben das Recht darauf, dass dies alles ermöglicht zu bekommen. Eine Rückkehr in die Realität, Rückkehr in die Normalität. Mit einer Datenbank für Verbrecher die öffentlich zugänglich ist, da gibt es keine Möglichkeit mehr auf Normalität. Das Recht darauf wird entzogen.
Ich weiß, dass viele der Meinung sind, den Pädophilen und Vergewaltigern gehört der Stengel abgeschnitten. Sie sagen, diese Leute gehören verwahrt, ihnen soll das Selbe widerfahren, sie sollen sterben.
Ich denke, diese Leute sind kranke Menschen, die ein Recht auf Hilfe haben. Ich habe aber auch gehört, dass sie Pädophilie genauso wenig heilen lässt wie Homosexualität. Schade, aber es gibt sicherlich andere Lösungsmöglichkeiten, als die öffentliche Bekanntgabe von Name, Altter, Wohnort, Hobbies, Straftat.
Ich glaube, so provoziert man nur weitere Kriminalität, von Leuten die Angst haben und die ohne solches Wissen nie straffällig geworden wären.
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