Mittwoch, 15. Juni 2011

Nachprüfung zum Führerschein?

Es ist ja gerade (wieder einmal) eine Nachschulung, oder Nachprüfung für Fahranfänger im Gespräch:


In Österreich müssen Fahranfänger, unabhängig vom Alter, innerhalb des ersten Jahres nach Führerscheinerwerb mehrere Ergänzungsmodule absolvieren: eine sogenannte "Perfektionsfahrt" mit einem Fahrlehrer etwa drei Monate nach der Führerscheinprüfung, ein Fahrsicherheitstraining mit verkehrspsychologischem Gespräch sowie danach eine zweite Perfektionsfahrt.
aus: http://www.zeit.de/auto/2011-06/fahranfaenger-unfall-kontrollfahrt


Meine Meinung dazu? Grundsätzlich vielleicht keine blöde Idee, aber irgendwie auch nicht. Das gute an der Idee: Die Fahrschüler werden sicherer. Sie lernen erst bei einem Fahrlehrer, bekommen die Grundregeln beigebracht. Dann, etwas später, nach Übung im Strassenverkehr und den eigenen Erfahrungen die man dort gesammelt hat, geht man nochmal  zur Fahrschule und kann seine Fragen klären, Unsicherheiten ausmerzen und nochmal gesagt bekommen was sie falsch und was richtig machen. 
Das schlechte an der Idee:  Der Führerschein kostet ohnehin schon soviel Geld, und dann hat man den Lappen endlich, aber doch nicht, weil man dann nochmals Geld oben drauf packen muss?!

Schöne Idee vom Staat, denn der verdient an so einer Regelung natürlich kräftig mit. Schön habt ihr euch das ausgedacht.


Ja, ich gebe euch recht. Die Unfallquote ist hoch und man muss sich überlegen wie man die runterschrauben kann. Aber da gibt es auch andere Ideen die Geldbeutel schonender sind und nicht immer einzelne Sub-Gruppen über einen Kamm scheren. Denn ich kann mir nun wahrhaftig nicht vorstellen, dass Fahranfänger die meisten Unfälle haben.

Genausogut kann ich fordern, dass alle über 60 Jahren nochmal ne Nachprüfung machen müssen, weil ich da ein paar kenne die echt mies Auto fahren, und auch solche die Dank Alzheimer gar nicht mehr fahren sollten, aber jedesmal den Führerschein wieder ausgehändigt bekommen, weil sie angeblich fahrtauglich sind. Ist eventuell da nicht irgendwo ein Fehler versteckt?!

Meine Idee (die ich mir in 5 Minuten zusammengereimt habe, und weniger diskriminierend gegenüber Subgruppen wäre und vermutlich auch weniger Geld-intensiv):

Man verknüpft die Nachschulungen/ Nachprüfungen mit dem Punktekonto (ich weiß das gibts wohl schon so in der Art, aber ich weiß aus freundschaftlicher Quelle, dass die Nachschulungen ein ganz schöner Witz sind): Bei 3 Verstößen in 5 Jahren muss man nochmal ein paar Fahrstunden ableisten. Mit 3 Verstößen meine ich: Überhöhte Geschwindigkeit, bei rot über die Ampel, Unfallgeschehen. Solche Sachen. Wer dann zur Nachprüfung muss ist grad selber Schuld.
Auch wäre eine Idee - angelehnt an Führerschein ab 17 und die "Lern-Fahrer" aus der Schweiz: Es gibt ne Plakette ans Auto und das erste halbe Jahr hat jemand mit Führerschein daneben zu sitzen. Desweiteren, dürften man mit solch einer Plakette auch Sonn- und Feiertags fahren, solang man den Lappen (oder eher das Kärtchen) noch nicht hat. Dafür muss man aber in der Fahrschule schon ein bestimmten Grad erreicht haben und die Fahrschule kann einem ein Formular aushändigen mit dem dieser Reifegrad bestätigt wird.

Das wäre für alle *unschuldigen* und auch sonst alle billiger. Aber da hätte der Staat ja so wenig von.


Ein Glück habe ich meine Fahrerlaubnis schon lange genug, dass mir sowas nicht mehr passieren kann.


Führerschein-Theorie-Prüfung gefällig?!
Hier lang bitte.

Zitat aus: http://www.zeit.de/auto/2011-06/fahranfaenger-unfall-kontrollfahrt

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