Sonntag, 12. Juni 2011

Sometimes, it happens to all of us

Wie kam es dazu, dass ich diesen Satz hörte? Eins vorweg: für mich ist gestern noch heute, weil ich Nachtdienst habe und quasi seit gestern 9:00 nicht mehr geschlafen habe und dementsprechend *fit* in der Birne bin.

Also wie war die Tagesplanung? Frühstück, Freundin zur Arbeit fahren, Einkaufen, Lernen, Schlafen, Abendessen, Arbeiten. Soweit so gut. Das sind alles Dinge die im Verlauf des Tages zu schaffen sind. Und bis zu Punkt zwei verlief der Tag auch wie geplant.

Wir standen auf, Frühstückten und machten Sachen. Und umm 12:00 setzte ich sie bei der Arbeit ab. Ich hatte nun aber keine Lust mit dem Möppi den selben Weg zurückzufahren. Denn der Weg ist voller Ampeln und relativ öde und voller Autos. Also an der nächsten Kreuzung rechtsrum statt linksherum. Der Plan war durch Waldhilsbach (das ist so groß wie es sich anhört) nach Gaiberg und auf der anderen Seite wieder runter nach Hause. Wäre ausserdem vermutlich auch schneller gewesen. Weil weniger Ampeln, weniger Stadt, weniger Verkehr.
Ich war also durch die Weltstadt Waldhilsbach durchgebraust und war auf dem holprigen Weg einer geflickschusterten Buckelpiste ohne Fahrbahnmarkierung. Dafür mit vielen Löchern zum Ausweichen und engen Kurven zum Runterschalten. Soweit so gut, hat auch sehr viel Spaß gemacht.
Bis die olle Zicke seltsame Geräusche machte, wie als ob sie kein Benzin mehr bekäme. (Was ja eigentlich nicht sein konnte, weil ich vor dem Werkstattbesuch vollgetankt hatte und seitdem insgesamt 30 km gefahren bin. Dachte ich mir so). Und so fuhr ich beim nächsten Besten Waldweg rechts ran. Was auch gut so war, denn Suzi nahm mir die Entscheidung dann ohnehin ab. Ging sie kurz vor dem Waldweg während des Fahrens aus.
Alles halb so wild denk ich mir. Muss ich halt den Reservehahn aufdrehen......... wenn DIE KLEINEN MÄNNLEIN AUS DER WERKSTATT IHN NICHT SCHON AUFGEDREHT HÄTTEN OHNE MIR WAS ZU SAGEN!!!!

Also gut. Nicht aufregen. Bringt ja doch nix. Normal  guck ich ständig nach. Aber eigentlich dachte ich, das der Tank voll sein müsse, und dass die netten Herren einem wenigstens mitteilen, wenn sie den Reservehahn aufdrehen. War aber nicht so. Und da stand ich nun. Im Wald. Ohne Handy (ich dachte ja, ich wäre gleich wieder zu Hause). An einer Straße wo ziemlich genau alle 5 Minuten ein Fahrzeug vorbei fährt.
Ich hatte Erfolg beim ersten Auto. Ein netter Enländer hielt für mich und lies mich telefonieren, damit ich jemand organisieren konnte der mir Benzin in den Wald bringt.

Was darauf folgte waren 1,5h besinnliche Ruhe im Wald. Ohne Handy, ohne Musik, ohne Zigaretten, ohne was zu lesen, ohne essen und ohne trinken. Dafür mit Sonne und Vögeln und Eichhörnchen.

Aus dem Lernen wurde dann nix, denn die eineinhalb Stunden die ich da nichtstuend im Wald verbrachte, waren eigentlich das Zeitfenster für die megaspaßige Statistik. Ich trauer der verpassten Lernzeit nach. Nicht. Im Wald liegen und Nichtstun war irgendwie besser.

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