Über Essen kann ich eigentlich immer reden. Essen ist toll. Es gibt süßes und saures, scharfes und mildes.
Über Geschmäcker lässt sich streiten, ebenso wie über diverse Ernährungskonzepte.
Da gibt es die Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung. Basis bilden Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln. Darüber folgen dann Obst Fisch und Fleisch und oben Süßigkeiten.
Dann gibt es da die Logi-Pyramide: Viel, viel Obst, einiges an Fisch, Fleisch und & Milcherzeugnisse. Weniger von Vollkornprodukten, Nudeln und Reis. Und ganz ganz wenig von Weißmehlerzeugnissen, Süßigkeiten und Kartoffeln.
Ich bin mir sicher es gibt noch andere Pyramiden.... Definitv. Darüber hinaus kennen wir Alles-Esser wie mich selbst, Vegetarierer die alles essen was ovo-lacto-vegetabil-kompatibel ist. Dann gibt es da Veganer, die nichts essen was von einem Tier erzeugt wurde, weitere kleinere Absprengungen wie Frutarier, Rohköstler, Fallobstfutterer. Bis hin zum Veganer der Stufe 6 der nichts isst, was einen Schatten wirft.
Erwiesenermaßen ist die Ernährungspyramide der DGE ziemlicher Schrott und die von Logi ist auch nicht viel besser. Es gibt nämlich jeweils 2 ungünstige Dinge an der Sache:
1. Laktose: Einige haben schon etwas gehört darüber, dass der Milchkonsum angeblich gar nicht so gut sei. Ihnen ist zu Ohren gekommen, dass Milch für das Kälbchen sei und nicht für den Menschen. Sie haben gehört, dass ein Milchbestandteil - Laktose - nur von Kleinkindern, nicht jedoch von Erwachsenen verstoffwechselt werden kann. Das Resultat hiervon hieße dann Laktoseunverträglichkeit. Okay. Falsch ist das nicht, richtig aber auch nicht. Ja es stimmt, Kuhmilch ist im Ursprung für Kälber gedacht, genauso wie menschliche Muttermilch eben für Säuglinge gedacht ist. Ja es gibt Erwachsene die keine Milch mehr vertragen. Und ja, der Steinzeitmensch hat generell keine Milch vertragen. Darüber hinaus wird oft eines übersehen: Die Macht der Evolution. Seit schätzungsweise 10.000 Jahren ist der Mensch in der Landwirtschaft tätig und im Zuge dessen entwickelte sich auch der Beruf des Milchbauern. Ein Gen im Körper mutierte und es gab fortan Menschen die Laktose verstoffwechseln konnten. Ganz im Sinne des Bestangepassten ("survival of the fittest") setzt sich nun also diese - durchaus sehr sinnige - Mutation durch. Bis heute. Es gibt immer mehr Menschen die Laktose vertragen. Es werden nicht etwa immer mehr Menschen, die an Laktoseunverträglichkeit leiden. Es werden nur mehr, die diagnostiziert werden. Sicherlich gibt es einige die keine Milch vertragen, aber es gibt auch Haufenweise die damit überhaupt kein Problem haben.
2. Gluten: Ein Stoff der in allen Weizenerzeugnissen vorkommt (allen voran in Brot und Nudeln). Im Prinzip gilt hier das Gleiche wie für die Laktose. Vor 10.000 Jahren eroberte der Mensch die Landwirtschaft und fängt unter anderem an Brot zu backen. Bis dahin ernährt sich der Mensch von Beeren, Bären, Fisch, Nüssen und was er sonst so findet. Keine Milch und kein Brot. Also mutiert die Evolution fröhlich dahin und es gibt Menschen die vertragen Gluten. Oder es gibt Menschen, die vertragen es eben nicht.
Anmerkung am Rande: Es gibt einen Unterschied zwischen Unverträglichkeit und Allergie, den ich hier jetzt nicht weiter ausführe. Und dass er nicht einfach alles glauben sollte, was man ihm so vorsetzt.
Was ich sagen will: Ich glaube wirklich, dass der Mensch an sich besser auf sich und seine Ernährung achten sollte.
Auf Grund reichlicher Informationssammlung und eigener Überlegungen habe ich so meine eigene Pyramide in meinem Kopf zusammengelegt. Zunächst einmal sollte da viel Gemüse sein (allein schon wegen der Vitamine). Dann wäre da noch Obst, was wegen des Zuckergehaltes weiter oben steht gefolgt von einigem an tierischen Fetten und Eiweiß sein. In meinem Fall also Fleisch (ein bisschen Fisch halt auch, wenns sein muss) Eier und Käse (weil ich kein Problem mit Laktose habe). und ganz oben thronen die Glutenhaltigen Kohlehydrate (die ich nicht unbedingt gut vertrage). Kartoffeln sind diejenige Kohlehydrathaltige Knolle, die ich weiterhin essen möchte. Den Konsum von Nudeln, Reis und Brot möchte ich einschränken, da ich selber immer wieder merke, dass mir das nicht unbedingt bekommt. Aber Kartoffeln sollten kein Problem sein. Und ausserdem kann ich nicht alles rausschmeißen was ich saulecker finde. Irgendwo muss da auch ein Kompromiss herkommen. Ernährungswissenschaftlich gesehen ganz bestimmt ein Verbrechen.
So in etwa würde sie wohl aussehen
Grund der ganzen Aktion: Ich möchte bewusster essen. Möchte mir dessen bewusster werden was ich esse. Weil ich merke dass mir das gut tut.
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