Jeder hat so sein erstes Mal. Und zwar immer wieder in den verschiedensten Dingen.
Ich habe auch gerade mal wieder eins. Es ist eines jener ersten Male die regelmäßig ungefähr einmal im Monat passieren. Nachtdienst.
Die erste Nacht des Nachtdienstes ist immer irgendwie schwierig. Und die verschiedensten Leute haben die verschiedensten Techniken um damit umzugehen:
Variante "Vorschlafen": Anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich weniger darum möglichst viel Schlaf zu finden vor dem Nachtdienst, sondern vielmehr darum, die Nacht zuvor möglichst lange wach zu bleiben um dann tagsüber für den Nachtdienst "vorschlafen" zu können. Ich halte davon ziemlich wenig, weil mein Schlaf tagsüber ohnehin nicht so tief ist wie nachts und auch ständig irgendeiner klingelt, anruft, Löcher in die Wand bohrt und ein Kind bekommt direkt unter dem Schlafzimmerfenster einen Tobsuchtsanfall und die bildungsbürger-Mutti steht daneben und wartet bis das Kind fertig gebrüllt hat. Sehr angenehm. Und äußerst effektiv. Jedenfalls bringt mir diese Variante herzlich wenig und ich bezweifle allgemein die Wirksamkeit dieser Taktik, zumal bei den meisten auch irgendwie dazu zu gehören scheint, sich in der Nacht vor dem Nachtdienst ordentlich einen anzuzwitschern, damit man auch schön schlafen kann tagsüber.
Variante "Durchmachen": Geeignet für Workaholics die sich selbst in eine Psychose arbeiten möchten. Man hat sich dieses Vorgehen so vorzustellen, dass man am Abend vorher wie gewohnt zu Bett geht, morgens ausschläft oder wie gewohnt aufsteht. Und dann den Tag wie gewöhnlich verbringt. Einkaufen, Sport, Arbeiten, Lesen, Putzen. Was man eben so tut, den lieben langen Tag. Normalerweise fällt man abends dann mit einer wohligen Müdigkeit ins Bett. Aber der "Durchmacher" fährt dann zur Arbeit und holt das letzte aus sich raus um dann am nächsten Morgen mit den tiefsten Augenringen auf dem Heimweg beinahe einzuschlafen. Vorteil dieser Taktik: Der Schlaf nach der ersten Nacht ist vergleichbar mit dem eines Babys. Und ab der zweiten Nacht ist alles supi.
Die Variante "Durchmachen" findet übrigens häufiger den Einsatz nach der letzten Nacht, weil die Leute dann wieder am besten gleich und sofort in ihren Rhythmus wieder hineinkommen möchten. Allerdings sollte man in dieser Variante (egal ob vor oder nach dem Nachtdienst) keine Maschinen bedienen, wegen der ausgeprägten Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwäche.
Variante "Mittagsschlaf": Nun komme ich zu der von mir präferierten Variante: Am Abend zuvor normal zu Bett gehen & ausschlafen. Beschäftigung mit den Aktivitäten des täglichen Lebens und ab 16:00 dann ins Bett für drei Stunden. Meistens funktioniert das recht gut. Ungünstig ist es, wenn man vergisst sein Handy auf lautlos zu stellen um dann 45min vor dem Wecker wach zu sein und sich um eben jene 45minuten betrogen zu fühlen. Das faszinierende daran: Diese 45 fehlenden Minuten fühlen sich an wie gar nicht geschlafen.
Was allen Varianten gleich ist: Die Hoffnung und der starke Glaube daran dass in der zweiten Nacht alles besser ist. Aber jetzt gerade ist es halb eins und ich weiß nicht wie ich die nächsten 6 Stunden überleben soll.
Freitag, 30. März 2012
Die erste Nacht....
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen