
Warum?
Schuhe sind irgendwie unnatürlich. Im Schulsport versuchte man mir zu erklären, dass man sich als Läufer über den gesamten Fuß abrollt. Die Ferse setzt auf, die Bewegung verläuft über den Ballen und endet an den Zehenspitzen. Wer versucht diese Bewegungsweise zu befolgen, sobald er keine Schuhe mehr anhat, wird ziemlich schnell merken: Das tut weh.
Die Erschütterungen beginnen in der Ferse, setzen sich übers Schienbein fort, durchbeben das Knie, erschüttern den Rücken und hämmern im Kopf.
Irgendwas kann da nicht stimmen in der Logik.
Wenn ich Barfuss laufe setzt in der Regel der ganze Fuß auf und dann rollt er ab, über den Fußballen und Zehenspitzen. Kein Beben, keine Erschütterungen, kein hämmern im Kopf.
Nur an den Füßen tust weh nach einer Weile. Zu wenig Hornhaut. Aber dass soll sich ja ändern in naher Zukunft.
Aber die Denkweise scheint sich zu ändern. Immer mehr "natural running" und "Barfuss-Schuhe" schwemmen den Markt. Arschteuer und in schicken Blinkerfarben. Ich find grelle Blinkerfarben an Schuhen ja ganz toll, viele andere wünschen sich dann doch eher seriösere Farben. Und vor allem bezahlbare Treter. Hätte mir die Tage auch gerne welche gekauft, einfach aus purer Neugier. Aber 120 Euro für ein paar Sportschuhe ist einfach zu viel.
Spannend wie sich die Körperhaltung ändert und wieviel bewusster man geht, sobald die Schuhe weg sind...
(das alles ändert nichts an meiner Vorliebe für tolle Sneakers)
1 Kommentar:
Ich finde barfuß laufen auch ganz wunderbar, vor allem weil mir in so ziemlich jedem Schuh irgendwann die Füße weh tun.
Wenn ich besonders gut drauf bin - zugegebenermaßen sehr selten - laufe ich auch schon mal barfuß durch die Innenstadt. Die Blicke sind allerdings auch der Grund wieso ichs meistens nicht tue... *seufz*
In der KBT in der Klinik haben wir häufig Übungen dazu gemacht wie wir uns über unsere Füße spüren und wie dankbar wir denen eigentlich sein müssen, weil sie uns so verdammt lange tragen...
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