Sonntag, 27. Mai 2012

Veganismus

Ich rutsche immer wieder in diese Diskussion hinein. Es liegt vermutlich daran dass ich meine Klappe einfache nicht halten kann.
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Jedenfalls hier nochmal ganz offiziell meine Meinung: Veganismus ist eine Essstörung.
Wer am Tag so unermesslich viel Zeit damit verbringt über seine Ernährung nachzugrübeln und was er jetzt essen kann und was nicht, weil irgendwelche kleinen bösartigen tierischen Proteine darin enthalten sein könnten und sich diese defizitäre Ernährung dann auch noch auf das sozialeren auswirkt, der ist essgestört. (oder meinetwegen auch Zangsgestört, ich will da ja nicht so kleinlich sein)

Aktuell mischte ich mich bei Facebook wieder in ein solches Thema ein und dort erschien eine Antwort, die nicht einmal an mich gerichtet war, aber dennoch meine Verärgerung auf mich zog. Sinngemäß war die Aussage: "Alle die meinen Veganismus wäre eine Mangelernährung, haben keine Ahnung"

Um das mal kurz klar zu stellen: Ein solche Aussage birgt eine völlig trotzige Reaktion und entbehrt jeglicher Grundlage.

Eine weitere Aussage war dann: "Alle Vitamine und Nähstoffe die man sonst über Fleisch, Käse und andere aufnimmt, kann man sich auch über Pflanzen zuführen"

Und eine solche Aussage birgt absolutes Unwissen und Ahnungslosigkeit (soviel zum Thema: "Ihr habt ja alle keine Ahnung). Wenn man tierische Proteine und Fette über Pflanzen zu sich nehmen könnten, dann hätten Pflanzen vermutlich Augen und könnten sich fortbewegen.

Hier ist der gemeine Vegetarier im Vorteil: Er konsumiert in aller Regel Butter, Milch und Eier. Kein Problem für den Vegetarier.

Der Veganer hat nun ein Problem: Klar, Vitamine und Mineralstoffe sind zu Häuf in gutem Obst & Gemüse zu finden. Proteine kann man auch über Sojaprodukte zu sich nehmen. Die Frage ist nun: Wie kann man sich all diese wichtigen Vitamine und Mineralstoffe zu nutzen machen wenn sie dann im Körper sind. Denn dass ich sie oben reinfalle, heißt nicht, dass ich sie auch benutzen kann. Um sie benutzen zu können brauche ich Fette. Bis zu einem gewissen Maß geht das mit pflanzlichen Fetten. Aber der Körper findet das mühselig und kann nur einen geringen Prozentsatz der Vitamine und Mineralstoffe verstoffwechseln und verwertend, ehe die Vitamine am anderen Ende des Körpers in ihren Keramiktod purzeln.

Was ist das Ergebnis? Ich kenne einige Veganer und die sehen alle samt krank aus, sind müde, erschöpft, neigen zu Verletzungen an Sehnen, Bändern und Knochen. Sie nehmen zum Teil Nahrungsergänzungsmittel, wenn sie genug Geld dafür investieren können/möchten. Aber trotzdem sind sie allesamt blass und das Blutbild wäre vermutlich eine mittlere Katastrophe.

Aber es muss ja nicht so sein. Es gibt bestimmt einen (ganz geringen) Prozentsatz an Veganern, die ausreichend (also sehr viel) Zeit aufbringen für ihr Ernährungskonstrukt, sodass sie genügend Vitamine und sonstige Nährstoffe oben einfüllen und verwerten. Die allermeisten scheinen jedenfalls nicht genügend Zeit aufzubringen und machen sich so langsam kaputt und sehen durch ihre hervorstehenden Knochen auch nicht gerade gesund aus.

Nochmal eine Frage zum Thema, das Veganismus keine Mangelernährung sei: Wie nennt man es denn sonst, wenn sich ein Mensch keine tierischen Fette und Proteine zuführt?

Und dann bleibt da noch ein anderer Aspekt: Warum versuchen soviel Menschen verkrampft sich gegen evolutionär bedingte Gegebenheiten zu sträuben und ernähren sich so kompliziert? Also kompliziert für den Körper, denn der menschliche Körper ist ja evolutionär bedingt auf eine gewisse Optimalernährung eingestellt. Wie diese Optimalernährung aussieht? Ziemlich simpel: Alles von dem ich keine Bauchschmerzen kriege und weiterhin Gesichtsfarbe habe und genügend Kraft zu haben um meine Wasser-Six-Packs vom Aldi nach Hause zu tragen. Das heißt konkreter: Nüsse, Beeren, Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ach herje, irgendwie kritisches denken haste auch schon hinter dir gelassen ? Jedenfalls liest sich das wie sone typische Trotz-reaktion vieler Alles-Esser_innen
auf Veganer_innen ;P

Naja,möcht gar net auf alle deine Punkte eingehen - nur soviel:
Zumindest die meisten Veganerinnen
sind dies mehr aus ethischer Überzeugung als aus gesundheitlicher, die wäre mir persönlich in dieser Angelegenheit auch nicht erwähnenswert.
Sich für schwache und von dieser Gesellschaft versklavte Mit-lebewesen einzusetzen und diese zu respektieren ob aus bloßen Mitgefühl oder politisch emanzipatorischen Gesichtspunkten mag zwar nicht unser heutigen mainstream gesellschaft entsprechen-aber wenn deren verhalten so mega-natürlich wäre, würde unser öko-system gar net funktionieren, bzw. gar net mehr existieren vielleicht weil der starke erst den schwachen komplett eliminieren würde und sich damit der existenzgrundlage berauben
(soviel zum evolutionsthema).

Dazu kann mensch natürlich verschiedene Meinungen haben, wie auch zu anderen herrschaftsstrukturen dieser Welt.

Was die Ernährung angeht, bist du in diesem Fall leider schlecht informiert.
Abgsehen davon das die Ernährung mit tierischen Fetten zu den Hauptrisikofaktoren für sämtliche der sog. Wohlstands-Volkskrankheiten zählt, sind sämtliche Märchen wie z.b. von der "gesunden Milch" oder das vegane Ernährung ungesund wäre längst wiederlegt. Und zwar auch durch viele nicht-vegetarische Fachmenschen aus verschiedensten Disziplinen anerkannt.
Genauso das sich (bis auf Vitamin B12) alle wichtigen Nährstoffe gut über pflanzliche Kost aufnehmen lassen, dazu ist keine Leiche notwendig.

Eine Mangelernährung (egal ob mit einer "veganen-Diät" oder als allesesser) entsteht meist durch eine nicht ausgewogene, nicht bewußte Ernährung. Ein Grund warum der Anteil mangelernährter Veganerinnen wohl geringer sein dürfte, ist das sich diese i.d.R. doch bei der Umstellung etwas informiert und so ein neues Bewußtsein für ihre Ernährung entwickelt haben-einmalige Sache mit kleinen updates vielleicht ;) (auch wenn inzw. auch da die Fast-Food-"Falle" lauert-die dann nebenbei natürlich auch wieder teurer ist ;) ).
Anscheinend sind deine bekannten Veganerinnen auch nicht so wirklich gut informiert oder haben so noch Veranlagungen für das von dir beschriebene. Glaub mir ich kenne inzw. genug die auch schon mehre jahrzehnte gut und gesund diese Lebensweise ausüben.

Übrigens ich ernähre mich nun schon seit über 6 Jahren vegan, aber ich glaub nicht das ich mehr als andere übers Essen nachgrübele, die nicht gerade nur auf mikrowellenkost stehen ;P

in diesem Sinne, auf die alte RAPPELKISTE ;take care

kampfkeks hat gesagt…

OH danke, für den Vorwurf ich hätte mein kritisches Denken hinter mir gelassen. Um ehrlich zu sein denke ich viel zu kritisch, den ganzen Tag.

Ich habe mich damit auseinandergesetzt. Ich habe mich zum Thema Ernährung viel belesen (aus Gründen der gesunden &natürlichen Ernährung Stichwort: Paleo). Das Thema mit der Milch habe ich schon irgendwo an anderer Stelle abgehakt. Ich weiß jetzt nicht ob ich das hier im Blog auch schon tat. Fakt ist: Es gibt Leute die sind dank der Evolution schon soweit fortgeschritten, dass sie Milch verstoffwechseln können. Andere nicht.

Deinen Punkt mit dem Evolutionsthema verstehe ich übrigens nicht so wirklich.


Jegliche Forschung unabhängig vom Forschungsgegenstand (hier geht's jetzt halt ums Essen) ist kritisch zu betrachten. Es gibt Belege für und gegen einen Sachverhalt. Je nach Studie. Die Forschung sollte mal mehr über die Verdaulichkeit und krankheitsförderung von Kohlenhydraten forschen... Meiner Meinung nach.

Hm. Und wer Vitamin B12 nicht aufnehmen kann ist also nicht mangelernährt? AHja. Das erkläre mir dochmal genauer. Ich sagte ja: Wer bestimmte Nährstoffe nicht aufnimmt/ aufnehmen kann gilt als Mangelernährt. In diesem Fall an Vitamin B12. (und erkläre mir jetzt nicht, dass dieses Vitamin nicht so wichtig wäre, weil man ja genug von allen anderen hat) Ausserdem sagte ich auch, dass man Vitamine sicherlich aufnehmen kann als veganer, jedoch ist es für den Körper schwieriger, als wenn er tierische Fette zur Verfügung bekommt.

Und wie gesagt: Die Einnahme von Nahrungsergänzungmitteln aus Nicht-Krankheitsgründen sondern Ernährungsgründen zählt nicht als Ernährung. Also wer NAhrungsergänzungmittel nimmt um einen wertvollen Stoff zu bekommen, gilt auch hier wieder als Mangelernährung. (Ich nehme übrigens auch welche, allerdings habe ich krankheitsbedingt einen erhöhten Bedarf....).

Meine mit bekannten Veganerinnen behaupten allesamt von sich, dass ihre Ernährung (abgesehen vom ethischen Standpunkt) gesund, ausgewogen und toll ist. (Bis auf eine, die sich hauptsächlich von Brot ernährt, weil sie zu faul ist, die nimmt aber auch dreimal täglich ne Handvoll Pillen. Immerhin ist ihr das selber bewusst). In meiner Ausbildung bin ich auch zwei Elternpärchen begegnet, die sich schon seit Jahren erfolgreich vegan ernährten (nach eigenen Angaben natürlich), die waren allesamt blass. Aber das für mich schlimmste: Sie ernährten ihre Säuglinge und Kleinkinder vegan. Die waren mangelernährt, waren weit unten in der Perzentile fürs Wachstum zurück. Waren vergleichsweise müde und schlapp.

Vielleicht liegst an mir und meinem Beruf, dass ich nur kranke Veganer kenne. Ich kenne auch genug Magersüchtige die sich vegan ernähren, weil man da so schön wenig Auswahl hat. Aber die Leute die ich privat kenne und angeblich nicht krank sind sind auch extrem *schlank* und blass. Das ist für mich absolut kein Zeichen von ausgewogener Ernährung. Bewusst vielleicht, aber bewusst kann man sich auch von mikrowellenkost ernähren.

Übrigens: Ich hoffe doch sehr dass du mehr über dein Essen nachgrübelst als der Mikrowellenmensch.

Naja. Ich habe da einfach meine Ansichten, die ich auch Informationen begründe die ich mir bisher so anlas und zu Häuf bestehen meien Ansichten aus Erfahrungen die ich bisher so machte. Aber sicherlich nicht daher dass ich nicht kritisch nachdenke.

Rappelkiste ahoi! =)