Kurz vor meinem ersten neunundzwanzigsten Geburtstag passt das eigentlich ganz gut. Nur gehöre ich zu denen mit Job. Gehöre zur joggenden Meute die versucht weniger ungesund zu essen (um mal doppelte Verneinungen zu benutzen, weil ich es einfach super finde).
Aber so siehts aus. Früher hing man so rum. War bei jenem Kumpel und dann auch bei dem anderen. War überall, aber besser mal nicht zu hause. Im Prinzip ließ sich jeden Abend irgendwas finden, was man hätte machen können. Und das obwohl zum Teil 20-30km zwischen uns lagen. Aber dann ist man halt mal in den öffentlichen Personennahverkehr gestiegen und 45minuten durch die Landschaft geeiert. Heute haben wir Autos. Alles was länger als eine halbe Stunde dauert um dort anzukommen bedeutet Aufwand. Aber dafür müsste erstmal jemand spontan Zeit haben. Alle haben einen Job. Ich auch. Schichtdienst. Herzlichen Glückwunsch. Wir arbeiten alle. Entweder klappen die Verabredungen ganz spontan innerhalb weniger Stunden, oder aber wir brauchen mindestens 2 Wochen Vorlauf um sagen zu können: Eh ja da hätte ich Zeit, zwischen meinem Job, dem Studium und meinem Sportprogramm. Aber dafür haben wir heute einen Job, bauen uns eine Zukunft auf die wir uns früher nicht erträumt haben, weil wir zwar über Pläne gesprochen haben, aber eigentlich nur von einem Moment zum nächsten gelebt haben.
Es ist also gar nicht so schlimm, dass keiner mehr Zeit hat. Das heißt, dass jeder irgendwie beschäftigt ist. Beschäftigt damit sein Leben zu verwirklichen. Und wenn man dann mal einen "Termin" gefunden hat, dann wird diese Zeit wirklich intensiv genutzt. Ich finds gut so. Aber bisschen weniger Arbeit würde auch tun. Echt jetzt.
Sonntag, 16. März 2014
2 Finger.
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1 Kommentar:
Ich weiß doch, dass du dich nach meinen Kommentaren hinträumst. Gib es zu.
Ich mag HipHop/RAP nicht, ich wurde als Kind, vermutlich in der Bolwby'schen Prägungsphase, mit dem ganzen bildungsbürgerlichen Wissensfundus erdrückt, so dass ich die Bach'sche Harmonielehre, Texte von Brecht und Konsistenzen von Stuhlgängen nach dem Genuss von Vier-Viererpacks Danone-Mango widerspruchs- und dialektikfrei herunterzubeten in der Lage bin.
Hier wird nicht in übergroßen Jeans um brennende Mülltonnen gehüpft, was, wenn man es gut finden würde, bedeutete, sich weite Teile des Großhirns veröden lassen oder Hodenpiercing tragen müsste. Echt jetzt mal, Süße! :-)
Außerdem: Alle, die ich kannte in der herumlungerten Schulzeit sind entwedder tot oder im Gefängnis. Ich spekuliere da nur, aber diese "coolen" oder diese "Streber" auf dem altsprchlichen Mädchengymnasium - ich weiß nicht, ich war immer atomisiertes Individuum, das ganz hinten saß und die Lage ungefragt kommentierte. Ach ja, du bist nicht meine Therapeutin! Nein!
Ich will dich nicht anöden. Komm', treffen wir uns in Heidelberg aufm Schloss, da können wir den Ottheinrichsbau kunsthistorisch einordnen und den Japsen auf den Sack gehen. :-)
Andreas
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