Vor einem Jahr befand ich mich also Abends auf der Weihnachtsfeier meiner Arbeit. Und rauchte draussen vor der Tür. Und fand es widerwärtig. Der Geschmack nach kalten und altem Rauch vom Vortag ging mir schon seit mehreren Wochen ziemlich auf den Geist. Früher hatte ich das nie wahrgenommen. Aber dann jetzt schon. Im ersten Augenblick nach dem Aufstehen war ich also angewidert von mir. Bis ich den ersten Schluck Kaffee und dann irgendwann die erste Zigarette des Tages intus hatte. Dann gings wieder.
Also war das an diesem Abend die letzte Zigarette. Und das soll sie auch bleiben. Manche fragten mich in den nächsten Tagen ob ich denn nicht mehr rauchen würde. Ich murmelte was von Pause, oder Erkältung oder irgendwas. Kaum einem erzählte ich dass ich aufhören wollte. Hatte ja mittlerweile schon ein paar Versuche hinter mehr. Alle mehr oder weniger erfolgreich. Im Endeffekt wohl eher weniger. Diesmal war eine Sache anders. Ich hatte mir das nicht vorgenommen. Ich fand es einfach nur eklig und wollte nicht mehr. Die vergangenen Male kämpfte ich immer mit mir. Konnte es kaum ertragen neben Leuten zu stehen, die rauchten. Diesmal: Egal. Manchmal denke ich noch: Och ja... Jetzt könnt ich dann doch mal. Und dann kommt der blaue Dunst des Nachbarn rüber und der nächste Gedanke ist: Oh Gott, wie eklig Bloß nicht!
Also auf die beliebte Frage von Rauchern die schonmal versuchten aufzuhören wie ich das denn schaffte: Ich hab 'einfach' aufgehört. Ich fand es eklig. Und nein. Ich habe nicht kämpfen müssen diesmal. Ich habe keine besonderen Tricks angewandt. Habe nichts groß weg geworfen. Keine Pflaster, Kaugummis oder Ausraster. Ich hab es einfach gelassen. (Ungefähr zeitgleich fing ich mit Lauftraining an. Aber ob dass nun so hilfreich war für die Nikotinabstinenz weiß ich nicht... geschadet hat es sicherlich nicht.)
Und ich bin grad ein bisschen Stolz auf mein einjähriges.
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