Sonntag, 19. Oktober 2008

Es wird Herbst

Hm was soll ich sagen. Es wird Herbst. Ich werde wieder träge und vor allem eins sehe ich natürlich wie alljährlich wieder: die Erkältung! Juhu schrei ich da. Lang nich mehr gesehen, komm doch auf nen Kaffee rein. Und das wo ich mit meinem Laufprogramm wieder durchstarten wollte. Das kann ich jetzt ja vorerst mal wieder abhaken. Wenigstens noch für eine Woche.

Suzi zickt immer noch. Vielleicht mach ich mich heute mal dran irgendwas auseinander zu basteln. Mal sehen was dann bei raus kommt. Ich will ja nur irgendwie an die Zündkerzen, aber ne Wegbeschreibung steht leider nicht da.

Die bisherige Welt scheint zu zerbröseln für all diejenigen die dachten wir würden in einer stabilen Gesellschaft überwintern. Für mich zeigt sich in den großen Wirtschaftsproblemen der Wirtschaft nur mal wieder der Spiegel der Gesellschaft. Das Bankensystem besteht aus Leihgaben, selbst Geld borgen und Vertrauen.... oder eben auch nicht. Fehlt eine dieser Ecken in unserm Gesellschaftsdreieck funktioniert es nicht. Verleihen die Banken nichts mehr, fängt das Gebilde an zu bröckeln. Diese Bank wird vielleicht von den anderen Banken keine Leihgabe mehr erhalten. Bekommen die Banken keine Leihgaben mehr, dann sind sie zahlungsunfähig. Fehlt das Vertrauen wird nicht mehr verliehen. So funktioniert es auch im kleineren, nicht nur in den großen Geschäften der Wirtschaft. Wenn ich einem Freund nicht mehr Vertraue möchte ich ihm nichts mehr leihen, sei das nun Geld, materielle Güter, oder irgendwelche Art von Gefühlen. Dieser Freund geht jetzt weiter durch die Welt, mit seinem kleinen Aktionskreis um sich herum wabernd. Leiht sich alles mögliche, ist aber zahlungsunfähig, kann nicht erwidern und zurückgeben was er erhalten hat. Es verlieren noch mehr Leute das Vertrauen in ihn, Leihgaben werden zurückgeschraubt. Der Kreis der um meinen Freund herum wabert wird größer. Alle von denen er geliehen hat, werden skeptisch-ängstlich wollen nicht mehr verleihen.
Überzieht man das Ganze nun und legt es um auf einen Staat, kommt das bei raus was wir jetzt sehen: Eine verängstige Weltbevölkerung. Zumindest eine verängstigte westliche + industrialisierte Weltbevölkerung. Die Angst steigt....
Wird die Bank mir noch mein Gehalt geben können?
Ich möchte morgen einkaufen, reicht mir da mein Geld im Portemonnaie noch, oder hat es eine über-Nacht-einfallende Inflation wertlos gemacht?
Werde ich mein Haus und Grund behalten können?
Verlässt mich meine Frau, weil ich vielleicht zu wenig Geld haben könnte?

Vielleicht sind die Ängste ja nicht komplett unberechtigt. Schliesslich weiß ich auch von den Goldenen Zwanzigern und dem dahinein platzenden "Schwarzen Freitag". Aber auch da haben die Leute überlebt. Ich finde es eher spannend. Ausserdem habe ich am Ende des Monats nie Geld übrig, weil ich alles auf dem Marktplatz für materielle und nicht-materielle Güter umschlage.
Ausserdem wird das Benzin billiger. Think positive!!
Wer darunter bisher wirklich leidet sind die reichen Leute, das was sich Punker, Anarchos und Hippies schon immer gewünscht haben. Den Zusammenbruch der Wirtschaft und die damit einhergehende Verarmung - sprich ein Auto weniger - des reichen Mannes. Naja. Immerhin. man kann ja nicht gleich alles haben oder?

Wenn die Wirtschaft nun aber wirklich zusammenbricht haben uns einige Punker wirklich was voraus, sie wissen wie es ist, kein Geld zu haben, unbequem zu nächtigen, aber Bier können die sich dann auch nicht mehr leisten, auch wenn sieben Bier eine Mahlzeit sind.

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