Mittlerweile hat fast jeder was mit Computern zu tun. Und sei es nur auf der Arbeit. Die meisten nutzen das Internet auch Privat. Einige haben eine eigene Webseite.
Ich auch. Die erste machte ich damals...1999...in der Schule. Mehr schlecht als recht und ziemlich peinlich. Aus heutiger Sicht. Zu Hause habe ich dann mit Adobe GoLive rumgestümpert. Zunächst mit html, und später irgendwann (2004 glaube ich) mit einem CSS-Code eines Kumpels, den ich mir anpasste. Durch Rumstümperein, weil wirklich etwas verstehen davon tue ich bis heute nicht. Dann kam ein blogger.com Account. Und seit 2006 arbeite ich mir RapidWeaver.
Als ich damit anfing gab es unglaublich viele Blogs. Viele Themenfreie Blogs, in denen über das eigene Leben, mal dieses und mal jenes Thema gebloggt wurde. Bei mir ist das heute noch so. Ich habe sicherlich nicht das Knüller-Blog und mache sicherlich nicht alles richtig um viele Leser zu bekommen. Aber ehrlich gesagt ist mir das nicht so wichtig. Wichtiger ist es mir Dinge aufzuschreiben. Das könnte ich auch in einem Tagebuch tun. Aber irgendwie suche ich doch die Kommunikation mit anderen. Will mich mitteilen, vielleicht liest es jemand den es interessiert. Und ich bin sicherlich auch nicht die erste die über das mangelnde Angebot guter neuer Blogs lamentiert. Er sprach schon davon und er hier auch und sicherlich noch einige mehr.
Ist die Zeit der Netzwerke angebrochen und die Zeit der persönlichen Homepages/ Blogs abgelaufen?
Klar bin ich auch in diversen Netzwerken. Anfangs nutze ich nur meinvz. Und eigentlich würde ich mich dort abmelden, würde ich nicht ein Spiel dort mögen und gerne Spielen. Kurzzeitig war da wer-kennt-wen, wovon ich den Sinn nicht so ganz verstanden habe. Jetzt gibt es facebook. Facebook ist easy. Es gibt Spiele, im Prinzip erfüllt es die wkw-Funktion. Und jeder kann seinen Status updaten ("Jemand Lust zum grillen zu kommen?"), Fotos einstellen, Zeug verlinken und neuerdings nervige Umfragen erzeugen. Ganz nett, weil es viele nutzen. Einige verweigern sich noch. Manche mit Grund (der Datenschutz ist sicherlich voll für den Arsch), andere haben einfach keinen Bock. Und dann gibt es da noch twitter. 140 Zeichen, um der Welt denkwürdige Gedanken und Ereignisse mitzuteilen ("Habe gepupst, riecht nach totem Tier").
Das ist ja alles auch nicht schlecht. Aber wo sind die Blogs hin. Viele Blogs tröpfeln nach und nach in den Tod. (Ja meins tröpfelt auch ab und an, aber es stirbt nicht). Und wo sind die neuen, aufstrebenden? Jemand sagte mir letztens: "Blog? Ich blogge über Facebook".
Kinder, was ihr da macht ist kein bloggen. Es sind Statusupdates. Wenn überhaupt ist es eher sowas wie twittern. Aber eigentlich auch nicht.
Es ist schade, aber was soll ich ändern. Es wird noch mehr Blogs geben, die über den Jordan gehen und wenig Blogs die dafür nachkommen. Wer einen guten Blog weiß, der sage mir bitte Bescheid.

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